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Von Mattinata nach Bari -Tag 22

  • Autorenbild: tzeitler
    tzeitler
  • 4. Sept. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Sept. 2022

Da der vorherige Tag ziemlich anstrengend war, dachte ich, den Tag etwas ruhiger angehen zu lassen.

Zuerst mal frühstückte ich auf der Hotelterrasse über dem Meer, dann nahm ich ein ausgedehntes Bad im Meer. Ich bereitete mich auf die Abfahrt vor, die Radlwerkstatt des Hotels ließ sich auch gut nutzen.


So gegen 9:30 fuhr ich los. Mapy.cz schickte mich den Berg eine kleine Straßen hoch. Eine schlechte Aufschrift mit Pinsel an der Wand proklamierte folgendes: Strada chiusa.


Ich ignorierte die Aufschrift und hielt sie nicht für relevant für Radler, da ja Mapy mir den Weg wies. Nach ca 1.5 km und 70 Höhenmeter war eine Straßensperrung und dahinter ein angeketteter Hund und die Aufschrift "proprietà privata". Wird wohl so nix, zumindest als Entschädigung soll es ein Bild geben.

Das Vertrauen in Mapy verloren ließ ich mich mit Google zum nächsten Ort routen.


Schon am Ortsausgang stand ein aufgepackelter Radler mit einem Schild über seine Tour und zauderte den 1.5 km langen Tunnel zu nehmen: Fabio auf dem Weg vom Aosta-Tal nach Sizilien.



Kurz sich gegrüßt und gegenseitig bestaunt

beschlossen wir, gemeinsam durch den Tunnel zu fahren. Nach dem Tunnel stellte sich heraus, dass er auch mit Google routete und ich ließ ihn gewähren ( siehe Artikel "Die Kunst des kompetitiven Routens"). Nach kurzer Zeit schickte Google uns in ein Industriegebiet, dann auf einen Sandweg, dann auf einen steinigen Holperweg, wo wir nicht voran kamen.

Wir gurkten eine gute halbe Stunde so rum bis zum nächsten Ort, bis Fabio schließentlich meinte, ich solle das Routen doch mit einem anderen Tool, also Mapy übernehmen.


Gesagt getan und so sollte es dann für weiter 80 km für uns so gemeinsam weitergehen. Fabian hatte schon 3 Stunden mehr auf dem Buckel, also hängte er sich in den Windschatten, unterbrochen von Mittagspause und für mich das spätere Motivationsweinderl.


Auch er konnte sich erst 20 km später auf einem Campingplatz für heute zur Ruhe setzen als ursprünglich gedacht, da entweder nicht verfügbar oder kein Platz.


Unterwegs fuhren wir an einer mehr als 10 km langen Saline vorbei, wo Meersalzgewinnung stattfindet.


Ich radelte die letzten 40 km alleine weiter, wieder im festem Vertrauen zu Mapy, das, wie sich herausstellte, zur Hochleistung auflief: bei der Anfahrt auf Bari schickte sie mich auf eine Seitenstraße zur Schnellstraße in entgegengesetzte Richtung zur Einbahnstraße, routete mich durch einen beschrankten Hinterhof, wo ich durch die 30 cm mit dem Gepäck nicht durchpasste, schickte mich auf einen scherbenbefüllten Trampelpfad und ließ mich schließlich auf die Schnellstraße auffahren, wo in die Auffahrt wieder die Abfahrt eingebaut war.


Ein starkes Stück! Aber trotzdem gut in Bari angekommen.


Auf den gefährlich ausgebauten Fahrradwegen im Zentrum wollten mir zwar einige Autofahrer die Vorfahrt nehmen, doch anscheinend reichen meine italienischen Gesten und Flüche mittlerweile aus, sie davon abzuhalten.


Der Abend war ganz der Stadtbesichtigung zu Fuß gewidmet. Ich ließ mich zum Castello svevo routen. Wegen der Lage des Hotels südlich der Gleise musste ich diese durchqueren und meinte anfänglich, in einem 3. Welt Land angekommen zu sein. Die Route nach dem Kastell durch Altstadtbund Uferpromenade revidierte diesen wieder.


Auf Anraten von Andis Tochter Claudia, die bis heute Mittag in Bari war, startete ich mit dem besten Eis im Gentile.


Fazit des Tages:


132 km, 403 hm

  1. Heute Triathlon mit Schwimmen, Radln, durch die Stadt laufen.

  2. Nach mehr als 20 Jahren Navigationsentwicklung klappt es immer noch nicht für Radler - wie soll es da was mit dem Autonomen Fahren werden?

  3. Es gibt noch weitere Verrückte wie mich.


2 Kommentare


karlwinkler4
04. Sept. 2022

Hallo Thomas, das klingt nach echten Erlebnissen - Sau cool - genieße es Zum Thema Routen solltest du mal überlegen auf garmin & Komoot umzustellen - das hat mich bis jetzt nie im Stich gelassen 🤪👍😊 Weiterhin viel Spaß

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Alfons Adam
Alfons Adam
04. Sept. 2022
Antwort an

Alle sind Verbrecher. Auch Komoot hat mich schon auf Wege geführt, die es nicht gibt. Garmin hab ich keins, deshalb keine Aussage zu dieser

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Beitrag: Blog2_Post
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