Tarent- Matera - Tag 26
- tzeitler

- 7. Sept. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Sept. 2022
Die Radlklamotten aufgehängt, fahre ich 300m zum morgentliches Bad im Meer.

Als Kullisse dient die Stadt von Tarent, 10 km entfernt so wie das angrenzende Industriegebiet. Das Wasser ist sehr klar und sauber, kleine Fischchen (Sardellen?) Hüpfen an der Oberfläche.

Nach den noch zu erledigenden Aufräumarbeiten war alles am fahrenden Trocknungsständer angebracht.

Da Tarent ein bedeutender Militärstützpunkt der italienischen Marine ist, komme ich stadteinwärts an vielen Kassernen vorbei

die Radwege sind außerhalb eher mittelmäßig - so wie in Italen gewohnt mit Unrat, Löchern, Unebenheiten und Scherben, doch Richtung Innenstadt besser sich das Bild komplett: sauberer und strukturierter als in Regensburg! Bis dann auf die Altstadt mit den verwinkelten Gassen.
Anfangs kann ich die gelesene Kritik über den Verfall von Kulturgütern in Tarent nicht nachvollziehen, da ich eine sehr aufgeräumter, strukturierte und anmutende Innenstadt vorfinde, doch später beim Betreten der Altstadt wird es mir klar.
Ich steuere zuerst auf das archeologische Museum zu. Die Gegend um Tarent ist für die griechisch-römische Vergangenheit bekannt. Vorgestern bin ich schon nach Lecce an Dörfern mit griechischen Namen vorbeigeradelt wie Kalimera. Mein Italienischlehrer Roberto Manzotta kommt aus dem Eck Bari-Lecce und hat uns erklärt, dass die Dialekte Griechisch enthalten. Die Gegend um Tarent wurde spätestens im 8. Jahrhundert von den Spartanern als Kolonie genutzt. Somit finden sich über die letzten gut hundert Jahre viele Funde in dem Museum von den griechischen Anfängen bis zum Beginn des Mittelalters nach der Römerzeit. Alles was man im Geschichtsbuch schon gesehen hat! Beeindruckend die Exemplare in echt zu sehen!
Danach machte ich mich durch die Altstadt auf und sah in den verwinkelten Gassen

einen Teil des Verfalls. Der italienische Staat hat einfach zuviel zu erhaltende Kulturgüter und die Menge an Geld ist beschränkt.

Dort traf ich einen Nürnberger mit 3 Österreicher*innen, die mich auf meine Stadler-Webung auf dem alten Arbertrikot ansprachen und sich freuten, jemand aus Bayern zu sehen. Sie waren ganz überrascht, dass man so eine Strecke mit dem Fahrrad zurücklegen kann.

Nach den zwei nur sehr kurz besichtigten Kirchen - ich wurde von Arbeitern darauf aufmerksam gemacht, dass man "so" ein Rad, wenn auch abgesperrt, nicht so einfach auf der Straße stehen lässt - fuhr ich durch Hafen, Ölraffinerie, Containerhafen auf einer Nebenstraße Richtung Matera bis zum Mittagsstopp in Palagiano, die erste größere feste Nahrungsaufnahme seit gestern Mittag.

Der Radweg, auf den mich die Navi führt, ist der alte Pilgerweg, doch ich komme nur mäßig voran.

So nehme ich dann die Strada Statale, um voran zu kommen.

Der Vermieter der Ferienwohnung - auch ein Tomasso, ist anfangs schüchtern, dann erzählt er mir seine Geschichte: seit 12 Jahren verlobt, nächstes Jahr Heirat, kommt ursprünglich aus Matera, doch will ein größeres Haus außerhalb, hat 2 Wohnunge in der Stadt, die er als B&B vermietet.

Nach der Dusche ein schneller Spaziergang durch Matera und dann

Abendessen im empfohlenen Il Terazzino.


Fazit des heutigen Tages:
80 km + Stadtrundfahrt
622 hm ( Bergankunft)
Archeologisches Museum in Tarent ist ein Muss
Matera ist beeindruckend. Morgen dazu mehr.
Heut gings mal etwas ruhiger zu , was das Radeln anbetrifft.

















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