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Salurn- Bozen - Sterzing - Tag 52

  • Autorenbild: tzeitler
    tzeitler
  • 4. Okt. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Okt. 2022


Zum Frühstück sehe ich zum ersten Mal Schwarzbrot: da muss ich mich gleich mit einem Rührei drauf stürzen.



In der Morgenkühle an den unbeschienen Stellen ist es ziemlich frisch. Ich folge dem Radlhighway Richtung Bozen.


Unterwegs sehe ich mehrere Apfelplantagen, wo die Ernte beginnt.


Nachdem die hinteren Bremsbeläge durch die Regenfahrt am Freitag verschlissen sind, auch aufgrund des vielen Sandes, sehe ich am Ortseingang nach Bozen einen Decatlon. Doch dieser führt keine Ersatzteile für meine Shomano GRX 810. Der nächste kleine Fahrradreparateur in der Nähe kann mir auch nicht weiterhelfen, er verweist mich an ein größeres Geschäft, wo ich fündig werde. Bei der Suche teste ich die Fahrradwege in Bozen: vorbildlich von der Verkehrsführung, der Breite und der Sicherheit. Zurecht wirbt Bozen am Ortseingang als fahrradfreundlichste Stadt.


Vor einigen Jahren ist uns die Bar S. Antonio im Stadtpark aufgefallen, seitdem zieht es mich jedesmal dorthin, wenn ich in Bozen bin.


Heute ist Tag der deutschen Einheit, den ich zur Wiedereingliederung in die deutsche Mentalität erkoren habe. Was würde sich da besser eignen, als die Bar, in der unser Bundespräsident die Muße pflegte bei Besuchen in Bozen, S. Antonio.


Ich entscheide mich für Getränke in den deutschen Landesfarben: Fanta für Gold,

Aperolspritz für rot und hinterher einen Cafè für schwarz. Da kann ja mit der Wiedereingliederung nichts schief gehen ! Aber der Pirelli-Reifen bleibt!


Feldjäger regeln den Verkehr an einer Baustelle, mich belustigt ihr Outfit.



Einmal durch die Stadt zum Walterplatz, der von der Vogelweide, dort ein Eis geschleckt und weiter geht's.


Ab Bozen geht es an der Eisack weiter bis Brixen, die erste Hälfte auf einer alten Bahntrasse mit ihren Tunneln bei geringer Steigung. Ich komme zügig voran und wähne mich in Sicherheit, das Tagesziel bald zu erreichen.



Vor Klausen hört dann die Bahnlinie mit einer imposanten alten Brücke auf und es geht dann am Flussufer rauf und runter.


In Klausen angekommen um halb vier, muss eine kleine Stärkung her.


Keine zehn Kilometer weiter kommt schon Brixen, die Partnerstadt von Regensburg. Diese weisst ähnliche Schwächen wie Regensburg mit der Radwegeführung auf, anscheinend haben sich zwei gefunden.



Ich merke dass es schon halb fünf wird und ich habe noch mehr als 750 Höhenmeter zu treten - für die Strecke etwa eineinhalb Stunden und pro 400 Meter eine weitere Stunde - es wird schon wieder knapp bis zum Sonnenuntergang. Der Radweg führt zwar an Zug, Autobahn und Bundesstraße entlang, doch mit bekannten Phänomen "bergauf - bergab". Aus Sicherheitsbedenken bleibe ich dabei und verzichte auf die Staatsstraße. Das führt mich zwar an einsamen Bauernhäuser vorbei, wo man Stroh, Heu und die Ställe riecht, ein vertrauter Geruch meiner Kindheit, jedoch ärgert einen die scheinbar vergeblichen Anstrengungen, um zügig weiterzukommen.


Gegen sieben erreiche ich mein Quartier in Sterzing und muss an der unbesetzten Pforte warten, da sich der Herr des Check-ins ein Päuschen zum Abendessen genommen hat.


So zieht es sich dahin, noch schnell duschen und ich habe keine große Lust, weit rumzulaufen, um ein Lokal zu suchen, so entscheide ich mich fürs Hotelmenü.


Ich bin überrascht über den vollbesetzten Saal, für mich ist noch ein Plätzchen übrig um Salat vom Buffet, Kürbissuppe, Kalbsteak und Nachspeisen vom Buffet zu verzehren.



Mich überkommt Wehmut: das letzte Mal in Italien schlafen .....


Fazit für heute:


116 km, 951 Höhenmeter


Südtirol ist immer wieder schön, das beste aus zwei Welten: Italien und Deutschland.



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