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Piacenza - Garda - Tag 50

  • Autorenbild: tzeitler
    tzeitler
  • 2. Okt. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Heute ist der erste Oktober und somit ist mein Sabbatical zu Ende. Ich bin wieder ein ganz normaler Urlauber.

Auch ist bereits der 50. Tag, die Hälfte von Hundert. Aber ich hab ja nur noch eine Woche.

Früh aufgebrochen gibt es das erste Frühstück im gut 20 km entfernten Piacenza , einer Hundertausendeinwohnerstadt in der Po-Ebene mit einer 6,5 km langen Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert- das erinnert mich an Lucca.


Die Morgensonne wärmt beim flotten Radeln durch die herbstliche Ebene.

In Piacenza ist heute Markt. Beim schlendern über den Hauptplatz redet ein herzmlaufender Bauer auf mich ein, er habe den besten Käse, selbstgemacht, und den nur für 3 €. Ich kaufe ihm den Käse ab und lege somit fest: heute Mittag gibt es Brotzeit. Noch ein Capuccio und Hörnchen, den Dom besichtigt schlendere ich durch den Markt, der die ganze Innenstadt bedeckt.


Beim Ortsausgang halte ich noch schnell am Decathlon - dem Ikea für Sportler - und kaufe mir ein Kettenöl und eine neue Trinkflasche.

Ich fahre zügig weiter nach Cremona, eine Provinzstadt mit 50 Tausend Einwohnern.


Vor Cremona verläuft meine Route etwa 10 km auf dem Po-Radweg, ein an der Ampel angesprochener Rennradler weist mich ein begleitet mich 5 km und erklärt mir die Umgebung: dort ist das stillgelegte Atomkraftwerk aus den 80er Jahren. Der Po führt wieder kräftig Wasser, anders als bei der Überquerung Ende August.


In Cremona reihe ich mich in die Schlange einer Focacceria ein. Dreiviertel aller Menschen tragen Mundschutz, nur 4 Personen sind im Geschäft zugelassen- Coronahygiene wird relativ streng genommen. Ein für Italien unbekanntes Vorgehen - abgesehen von den Zügen.


Auch Cremona hat heute Markt im Stadtzentrum, ich schlendere Richtung Hauptplatz, schaue in den Dom und erstehe Parmaschinken und Tomaten.

Eigentlich wollte ich noch was zu trinken, aber finde kein kleines Geschäft und radle so weitere 25 km, zum Glück mit Rückenwind. Um eins halte ich in Isola Dovarese. Nachdem ich im ganzen Ort keine Fanta oder Cola auftreiben konnte, setze ich mich auf eine Bank am Flussufer der Oglio, wie mir ein älterer Herr auf der Nebenbank erklärt und beginne meine Brotzeit eben mit Wasser.


Bei der Weiterfahrt ist ein Gebiet ohne dominierende Hauptstraße zu durchqueren, die Navi verheddert sich in Klein- und Kleinststraßen mit schlechtem Belag. Die ersten Hügel beginnen vor 15 km vor dem Gardasee und ich komme schließlich in den ersten Ort am Gardasee, Peschiera del Garda, einem schönem touristisch voll ausgebautem Örtchen. Der Verkehr um den See auf der Staatsstraße ist nur ein Stop and Go für Autofahrer, ich rausche an der Seite vorbei. Aufgrund des langen Wochenendes sind viele Bayern, wahrscheinlich Wiesnflüchtlinge, an den "Lago di Monaco" geflüchtet.


Um halb sechs komme ich in Bardolino an, da ruft mir schon jemand aus dem Eingang eines Campingingplatzes zu: es ist Rainer. Ein alter Kumpel von mir, der mit Frau Uli, Tochter Viola und deren Freund Marco Urlaub macht.

Bei zwei Willkommensbieren am Wohnmobil muss ich von meiner Reise ausführlich erzählen. Vor der Fahrt in die Unterkunft im Nachbarort Garda schlendern wir noch an den See zum Abendfoto.


Für Abends machen wir zum Weinfest in Bardolino gegen acht am Riesenrad aus.Dort ist es dann völlig überfüllt, wir schaffen es grad ein Glas Wein zu trinken, hätten gern von den Speisen wie Kaninchen mit Polenta, Kutteln, Ente oder Eselgulasch probiert, doch der Menschenandrang macht Essenerhalt und Sitzplatz unmöglich. Wir ziehen durch die Stadt auch alle Restaurants sind voll. Etwas entfernt von der Innenstadt kommen wir im Außenbereich eines Gasthauses unter und werden dann nach etwas Warten erlöst: Wein, Wasser und zwei Aufschnittplatten zur Vorspeise, dann Nudeln und für mich eine Pizza.



Fazit für heute


147km +2x4km

614 hm


Es ist schön wieder alte Freunde zu treffen.


Ein erstes Vorgefühl auf Deutschland stellt sich am Gardasee wieder ein.


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