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Parco Nationale del Gargano - Tag21

  • Autorenbild: tzeitler
    tzeitler
  • 3. Sept. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. Okt. 2022

Das Wetter hat sich zum Glück über Nacht etwas gebessert, sodass ich den Gargano in Angriff nehmen kann. Der Besitzer des B&B hatte mir gestern noch Bilder gezeigt und Tipps gegeben, weshalb ich der Umrundung nicht auskomme.


Zwar wollte ich im Süden dem Phänomen des Padre Pio nachgehen, Pietralcino ist genau so weit weg wie die heutige Tagesettappe. Doch passt sie nicht so richtig zu meiner Reiseroute. Padre Pio als Volksheiliger hatte angeblich die Stigmata von Jesus - die nördlichen Oberpfälzer kennen was ähnliches mit der Resl von Konnersreuth - jedoch werden im Deutschen Wikipedia erhebliche Zweifel über das Zustandekommen gehegt; es gibt die Aussage der Cousine des Apothekers, eine fromme Frau, dass Pio Phenol zum Spritzensäubern so wie auch das giftige Veratrin und weitere Medikamente holte. Der ital. Wikipedia hält sich dazu bedeckt - man kann ja nicht am Volksheiligen zweifeln.


Der B&B- Besitzer hatte mir geraten zum Euronics-Menschen zu gehen - der könne mir weiterhelfen. Da dieser Mensch aber nicht da war, fragte ich eine Runde ältere Herren am Marktplatz. Der Salvatore könne mir helfen, er wohnen am See neben einer Pizzeria. Da Salvatore anfänglich auch nicht auffindbar war, riet mir sein Nachbar, ein Carabinieri, der in Esslingen zur Schule gegangen war, zu warten, da Salvatore immer in der Früh Brot hole. Salvatore holte aber kein Brot, sonder schaute eine Viertelstunde später aus seinem Fenster und widmete sich dann mir mit seinem Kompressor und verkauft mir noch einen Schlauch. Auch Salvatore kennt Deutschland- Köĺn - hat seine Tochter dort und seine Ehefrau verbringt viel Zeit dort. Er kann mit der nordischen Mentalität nichts anfangen. So wie es Luciano DeCrescenzo in "Also sprachen Bellavista" beschreibt macht man in Deutschland zuwenig zusammen, zieht sich nicht schick an, um in der Stadt zu flanieren zum Sehen und Gesehen werden. "Jeder verzieht sich in seine Wohnung ". So bleibt er allein bei den "Seinigen" im Dorf.



Ich trödelte noch etwas am See entlang und fuhr auf einer sehr holprigen Straße ostwärts.


Viele Wehrtürme sieht man an der Küstenstraße.



Den ganzen Tag Küstenstraße durch Badeorte und wieder unbelebte Küstenabschnitte.



So gegen 6 hatte ich etwa 100 km und 700 Höhenmeter gestrammpelt, aber der anstrengenden Teil sollte noch kommen: man sah im Höhenprofil einen Zacken , der auf über 300 Meter hoch ging.

In Summe sollten es dann noch 900 Höhenmeter werden. Den höchsten Punkt erreichte ich um 19:45, die Dunkelheit setzte ein, aber es waren immer noch 25 km zu fahren. Licht an, Warnweste übergeworfen ging es weiter, das Hotel war ja schon gebucht. Der schöne Teil war die Aussicht auf den Golf von Bari beleuchtet durch das Mondlicht, der weniger schöne

die begrenzte Sichtweite bei Abfahrten durch den Fahrradscheinwerfer von 15 Meter. Bei einer Abfahrt stand auf einmal eine Kuh mitten auf der Straße!


Erschöpft kam ich um 9 im Hotel an, auch die Batterien von Handy und Lichtern hatten gedroht auf den letzten Kilometern den Geist aufzugeben, doch durchgehalten.


Zum Glück hatte die Küche noch auf und ich begab mich schnurstracks zum Abendessen, bestehend aus Meeresfrüchten. Nach der Dusche wollte ich, schon liegend im Bett, den Blog verfassen, doch da gingen schon die Lichter aus.


Fazit des Tages:

141 km, 1606 hm

traumhafte Küste

traue keinem Navitool bezüglich Höhenmeter




1 Kommentar


wolfgang2.bleicher
03. Sept. 2022

Respekt für die 1606 Höhenmeter 😥

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