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Lucca - La Spezia - Tag 46

  • Autorenbild: tzeitler
    tzeitler
  • 28. Sept. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Am Morgen ist schon ein großes Programm vorbereitet: ich brauchte nur aus den Vorschlägen von Tanja weiter auswählen. Ich fuhr mit dem Rad zur empfohlenen Bäckerei. Ich dachte, lokales Routing lass ich Google übernehmen, doch die bekommen es nicht hin, rechtzeitig genaue Kommandos zu geben. Ich verirre mich in der Stadt, schalte dann wieder um auf mein Bekanntes Mapy.cz. Wenn ich das Handy in der wasserfesten Haltevorrichtung verstaut habe, kann ich keine Photos machen, deshalb muss ich mich auf die Sprachkommandos verlassen können, mit dem Telefon in der Trikottasche. Fabio war klüger als ich und hat zwei Telefone dabei gehabt: eins zum Navigieren und eins zum Fotografieren.

Somit verirrte ich mich nochmals zum Amphiteaterplatz.


Gleich neben der Bäckerei ist eine Bar für Cappuccino und Hörnchen und die Kirche San Michele in Foro. Darin befindet sich ein Heiliger, der als Pilger nach Jerusamlem und Rom Karriere gemacht hat und in Lucca 1050 gestorben ist.

Das wichtigste von Lucca ist die Stadtmauer, die 137 Jahre als Verteidigungswall gebaut wurde ab dem 17. Jahrhundert. Diese ist komplett mit dem Fahrrad in 4km umrundbar, also rauf und einmal rum



Wegen des schmerzenden Knie vor allem an Steigungen will ich heute soweit es geht auf Höhenmeter verzichten und zwinge meine Navi, mit gezielt gewählten Punkten dem zu folgen und nicht die kürzeste Route zu nehmen, koste es an Höhenmeter was es wolle. Am Fluss entlang Richtung Meer zweifele ich, ob meine Entscheidung die richtige war, da der Gegenwind auf 10 km pro Stunde stellenweise abbremst.


In Viareggio gleich vor Beginn des Zentrums lacht mich eine Tavola calda an. Viele Italiener kaufen dort ihr qualitativ hochwertiges Mittgessen ein, ich bin der einzige, der es auch dort verzehrt auf den vielen Plätzen: köstliches Meeresfrüchterisotto und anschließend Pollo mit frittiertem Gemüse.



Somit bin ich gestärkt die mehr als 25 km lange Meerespromenade zwischen Viareggio und Massa in Angriff zu nehmen, 5 km schön, doch dann wird es langweilig, da immer wieder gleich. Das Meer ist heute sehr wild durch den Wind, für viele Badeeinrichtungen ist die Saison schon zu Ende und sie sind verwaist.



Nach der Promenade geht's runter auf einige nicht so tollen Straßen und ich hole mir Platten Nummer 10, diesmal im Vorderrad, das leichter zu reparieren ist. Auf dem Weg nach La Spezia halte ich mich wieder an die Strada Statale zur Höhenmeterminimierung. Von La Spezia selber bin ich komplett enttäuscht. Ich frage einen Jogger, was man sich in der Stadt so anschauen kann, er meint das Schiffsmuseum, sonst fällt ihm nichts ein. OK, eine Burgruine hat es auch noch. Eine Bezirksstadt mit fast 100 000 Einwohnern. Zumindest gibt es einen Hafen und ich gönne mir einen Spritz.


Mein Quartier liegt knapp 10 km oberhalb, also eine Bergankunft in einem Vorort mit nochmal 300 Höhenmeter, als Gegenwert eine schöne Aussicht.



Im Ort selber hat am Ruhetag Dienstag fast alles geschlossen, nur eine Pizzeria hat offen. Für mich gibt's die Napoli Vera mit Burrata und zum Nachtisch einen Schokokuchen.


Fazit für heute


104 km, 478 Höhenmeter


La Spezia ist nicht der Hit


Freu mich auf die Cinque Terre, aber alle Dörfer anzuradeln wird schwierig - der Vermieter hat mir den Zug empfohlen.



2 Kommentare


wolfgang2.bleicher
28. Sept. 2022

Hallo Thomas, lass Dir ruhig etwas Zeit. Bei uns ist es nass, windig und frisch.

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tzeitler
tzeitler
28. Sept. 2022
Antwort an

Auch Italien ist davon nicht verschont. Es ist nicht mehr Sommer.

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Beitrag: Blog2_Post
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