Tag 38 - Baden -Ausgrabungen - Höhenmeter
- tzeitler

- 19. Sept. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Sept. 2022
Ich hatte ja das gestrige Hotel Porta Rossa mit dem Hintergedanken ausgesucht, etwas planschen zu können. Sie haben einen Pool und in 400 m einen Strandabschnitt. Nachdem gestern die Dame an der Rezeption auf meinen Frühstückswunsch nach "zeitig" etwas fragend mich angeschaut hat und mir mit 8:15 entgegenkommen ist, dachte ich, ich nutze die Zeit am Morgen. Also um 7 ab zum Pool.
Größe und Wassertemperatur konnten mich nach einigen Bahnen nicht überzeugen, also auf ans Meer. Der Verantwortliche am Meer des Hotelstrands sah sich in seiner Morgentätigkeit gestört und schaute mich entgeistert an, was ich denn da wolle. SCHWIMMEN!
Der Vergleich ergab, dass das Meer eindeutig schöner und auch wärmer ist.
Auch in Italien gehen die Temperaturen runter; ich brauchte gestern Abend zum Draußensitzen schon einen Pulli.
Nach dem Frühstück machte ich mich auf zu den Ausgrabungen von Elea(griechisch) bzw Velia(lateinisch). Die Empfangsdame wies mich darauf hin, dass es ein Kombiticket gibt mit Paestum, was eh mein Plan war.
Es gab viel zu bestaunen, nach ca 2 h machte ich mich dann mit dem Rad auf.
Ich vertraute meiner Navigation, die die Route entlang der Bahnlinie gelegt hatte. Ich hatte nur nicht realisiert, dass die Bahnlinie unterirdisch fortgeführt wurde und für mich Anstiege über 25 % dabei waren. Also 850 hm einfach so! Auf der SS 18 wäre es die Hälfte gewesen. Vor der Abfahrt in einem Bergdorf ging nichts mehr und ich musste mich in einer Bar stärken.
So kam ich erst kurz vor 4 in Paestum an. Was tun mit dem Rad? Der Aufpasser wies mich an, ich müsse das Fahrrad außerhalb des Geländes abstellen, es dürfe seinTransparent nicht verdecken usw. Er war anscheinend der klassische Regelitaliener. Wir Deutsche meinen zwar, es ginge in Italien alles etwas lockerer zu, mag sein im privaten Bereich; wenn es aber um hoheitliche Aufgaben geht, kennt man in Italien keinen Spaß: Beispiel Covid-Masken im Zug, Quittung beim Kauf. Da kann der preußische Beamte noch was lernen.
Also noch durch Paestum gestreift; das Herausragenste waren die 3 fast vollständig erhaltenen Tempel -Neptun, Hera und Athene.
Im Feierabendverkehr ging es mit dem Rad durch Salerno - ich hatte mich schon gut an den italienischen Verkehr angepasst. Ich hoffe, meine Künste reichen morgen für den Verkehr in Neapel.
Um halb sieben kam ich bei meinem schönen B&B in Vietri am Eingang zur Amalfiküste an.

Die Vermieter hielten mit mir noch einen langen Plausch, er ist Musiklehrer, sie arbeitet im Sekretariat einer Schule, von 4 Kindern wohnen die zwei mittleren Mädels noch da, der 34-jährige Sohn lebt im Trento und das 20-jährige Nesthäckchen ist mittlerweile Croupier im Casino auf Malta.

Fazit für heute:
90 km, 1012 Höhenmeter.
Bade- und Kulturprogramm vermischt mit Höhenmetern.







































Hi Thomas, in Sorrento waren wir damals auf Abifahrt 2010! Mit dem Flugzeug von München nach Neapel.. :-) Viel Spaß an der Amalfi-Küste und gute Fahrt weiterhin! War faszinierend, wie die Busfahrer durch die engen Straßen gekommen sind.. ^^ Viele Grüße Tobi