Syrakus und Seume - Tag 33
- tzeitler

- 14. Sept. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Zum Glück ist das Abendessen gestern zivilisiert abgelaufen, was mehrere Gründe hatte: Danach mussten noch Fabios Freundin und Marco zurückgebracht werden mit dem Auto, was den Alkoholkonsum stark gedämpft hat.
Außerdem hat in Sizilien heute auch die Schule begonnen ( wie auch gestern in Bayern) und Francesco als Vater musste heute morgen mit seiner Tochter in der ersten Klasse antreten.
Das Restaurant befand sich an den "Gärten Naxos" nahe Taormina in wunderschöner Umgebung und wir verzehrten die Früchte Neptuns.
Die anderen Götter traten heute bei mir nicht negativ in Erscheinung - ich führe das auf den schwarz auftretenden Rauch am Ätna zurück.

So machten wir aus, die Morgenkühle zu nutzen, also um 6:15 zu starten.
Am Vorabend alles hergerichtet, stellte ich den Wecker auf 6.
Kurz vor Ende der Nacht polterte es an meiner Tür: " Thomas, è il tempo per partire". Es war 5:59 und noch im Tiefschlaf. Es gibt also noch passionierter Frühaufsteher als mich: Fabio. In 15 Minuten war ich startbereit.

Wir fuhren die SS 118 los, Frühstück gab's erst in Catania nach gut 30 km.

Die Fahrt nach der ersten Hälfte zwischen Catania und Syrakus war nicht so schön: sengende Hitze und Raffinerien, zwischendurch Anstiege.
Was heute anders war als sonst: wir sahen viele Rennradler ab Cantina, die letzten Tage so gut wie keine in Kalabrien. Die Straßen waren auch besser, wenn auch einige Ortsdurchfahrten mit Lavasteinen gepflastert waren und somit sehr holprigen.
Kurz vor Ankunft nochmal auftanken:

In Syrakus angekommen erwarteten uns schon Fabios Freundin und Marco.
In Ehrung von Johann Gottfried Seumes Pionierarbeit mit dem "Spaziergang nach Syrakus" aus dem Jahr 1802 trug ich die Sätze seiner Ankunft vor.
Danach hieß es Abschied nehmen von Fabio, er hatte noch weitere 80 km bis zur Südspitze Siziliens - für mich ist der Wendepunkt der Reise erreicht.
Mit seinen zwei Begleitern im Camper besichtigte ich noch die griechischen Ausgrabungen- die größten in Italien, und verabschiedete dann auch sie.
Die Ausgrabungen sind zwar groß, für mich waren sie die am lieblosesten aufbereitet, was ich bisher an Ausgrabungengesehen habe: wenig bis keine Erklärungen, die Hälfte geschlossen. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach nicht!
Morgen geht's für mich mit dem Zug zurück nach Messina - dafür hab ich mir gleich ein Ticket gekauft am Bahnhof; man braucht dazu keine Fahrradkarte!
Die Abendstunden widmete ich noch der Stadtbesichtigung.
Als Highlights sind hervorzuheben der Dom , erbaut auf/aus dem Athenetempel

und die Burg am Ortsende auf Anweisung Friedrichs II.

Fazit für heute:
98 km 698 hm
Es gibt Abschiede, Wendepunkte und für Fabio eine Zielerreichung.

Seume war für seine Zeit ein Großer.







































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