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Die Erfurcht vor den Slowenischen Bergen -Tag 4

  • Autorenbild: tzeitler
    tzeitler
  • 16. Aug. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Vor dem Frühstück im Deutschen Peter mussten wir noch die Tierwelt begutachten.





Frisch gestärkt starteten wir zum Loiblpass.





Nach etwa 3 km begann das steile Stück hoch zum Pass. Vor der Passhöhe führt ein Tunnel durch den Berg, den KZ- Insassen 1943 graben mussten. Die alte Passstraße wird nicht mehr gepflegt, ist mittlerweile geschottert mit mehr als 16 % Steigung und somit nichts für uns. Also durch den Tunnel abwärts nach Slowenien.




Nach gut 15 km Abfahrt haben wir uns dann entschieden, dem Tip eines Bergsteigers am Fuße des alten Loiblpasses über die Schönheit des Soča-Tals zu folgen.


Der Weg dorthin gestaltete sich ganz anders als gedacht: hunderte von Höhenmeter immer wieder rauf und runter. In der Hitze wurde langsam das Wasser knapp. Im richtigen Moment fanden wir eine Quelle mit köstlichem kalten Wasser: Herrlich! Auch ein Profi-Team aus Dubai machte dort Stopp- also wir trainierten in der richtigen Gegend.

Nach einer schönen und steilen alpinen Abfahrt mit mehreren hundert Höhenmeter sind wir gegen zwei im Sora-Tal angekommen. Unten im Tal sind wir in die erstbeste Bäckerei eingefallen, haben dort Pizza, Topfen-Börek und zum Abschluss süsse Teilchen verspeist.





Frisch gestärkt radelten wir das Sora-Tal aufwärts und kamen schließlich bis Petrovo Brdo. Dort führt ein älterer Herr mit dem Aussehen wie Catweazel eine "Hütte", den wir dazu überredeten, uns einen Kaffee zu kochen, obwohl er geschlossen hatte. Auf die Frage, wo wir Richtung Gorizia übernachten könnten, bot er uns noch 3 Matratzen im Lager





über seiner Werkstatt an, worauf wir gleich eingingen. Vorherige Internetrecherchen hatten ergeben, dass die Situation mit Übernachtungen bis Gorizia schwierig werden würde und wir keine Lust hatten um 5 noch weitere 70 km zu fahren.




Also die km-Ausbeute war nicht berauschend, aber die Landschaft im Slowenischen Hinterland sehr eindrucksvoll und fast menschenleer. Die Ehrfurcht vor den Bergen kommt automatisch, da es heute mindestens 5 Passagen gab, die weitaus steiler als 15% waren und nach meiner neuen Schiebe-Regel ich hochmeditieren konnte.



Eins hatte ich noch vergessen: Die Frage "Fahrradweg oder Strasse?" hat heute wieder zugeschlagen.

Nach immer wiederkehrenden Grundsatzdiskussionen schon gestern durch Klagenfurt sind wir im Sora-Tal auf den neu geteerten Fahrradweg gefahren, der leider zum Schluß in einer 100-metrigen Schotterpiste endete. Diese Gesteinssplitter hatten sich in Ivos Hintermantel verliebt und ihn aufgeschlitzt; die Chance für Andi uns ausführliche Anleitungen beim Reifenwechseln zu geben. "Das hab ich in einem Rennradschrauberkurs gelernt. Der Profi macht' s so": Das Schrift der Reifenmarke wird genau mittig über dem Ventil montiert.



Nach Rotwein und Ćevapčići klang der Tag würdig nach Berghüttenart aus.



Die Hoserln zierten die Wirtstube ...




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